Prophylaxe

Prophylaxe

( stammt aus dem Griechischen und bedeutet: „Schutz, Vorbeugung“)

Der Vorbeugung (Prophylaxe) kommt eine zentrale Bedeutung bei der Erhaltung der eigenen Zähne zu. In kaum einem anderen Bereich der Medizin ist es so wie in der Zahnheilkunde möglich, Erkrankungen zu vermeiden oder kontrolliert mit ihnen zu leben. Derzeit findet in Deutschland ein Umdenkungsprozess mit einer Abkehr von der Reparaturmedizin (Füllungen, Kronen, Brücken und Prothesen) hin zur Prävention statt.

Die Vermeidung von Zahnschäden muss  Ziel einer modernen Zahnheilkunde sein. Die wissenschaftlichen Langzeiterfahrungen zeigen, daß der Erfolg  nur eintreten wird, wenn eine Motivation zur effektiven Mundhygiene gelingt und dies durch regelmäßige und professionnelle Mundhygienemassnahmen unterstützt wird.

Weiterhin gehört zu einem individuellen Mundhygieneprogramm eine Information über die Zusammenhänge bei der Entstehung von Zahnerkrankungen und deren Vermeidung.

Prophylaxeleistungen sind Leistungen des geamten zahnärztlichen Teams.

Es gibt kein Lebensalter, in dem die Prophylaxe unwichtig ist: Sie beginnt schon vor der Geburt, setzt sich im Kleinkindalter fort und endet auch nicht im zahnlosen Gebiss. Dabei handelt es sich nicht um ein pauschales Sytem von Einzelleistungen, die bei jedem Menschen gleich angewendet werden sollten, sondern um Massnahmen, die den individuellen Risiken und Bedürfnissen jedes Patienten in jedem Altersstadium angepaßt werden müssen, daher der Begrriff Individualprophylaxe.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) formulierte unter dem Schlagwort "22-77-99" ein Fernziel der Prophylaxe, dass bei 99 Prozent der 77-Jährigen noch mindestens 22 eigene Zähne in Gebrauch sein sollten. Dies kann nur erreicht werden, wenn Patient und Zahnarzt gemeinsam daran arbeiten.

Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch ein Leben lang – mit der richtigen Prophylaxe kann jeder dieses Ziel erreichen. Je früher man mit der Prophylaxe beginnt, umso eher können Eingriffe durch den Zahnarzt vermieden werden.